eine Studie von Dr. Thomas Budzynski
in Zusammenarbeit mit der University of Washington
zusammenfassende Übersetzung
ins Deutsche: Claudius A. Nagel, © 2001
Einleitung:
Wie frühere Forschungsergebnisse
zeigen, regt die audiovisuelle Stimulation im oberen Alpha- und niedrigen
Beta-Bereich die Durchblutung des Gehirns dahingehend an, daß eine
Verbesserung von ca. 20 - 30% gegenüber dem Normalniveau erzielt wird.
Die vorliegende Studie untersucht nun, inwiefern die regelmäßige
Anwendung der audiovisuellen Stimulation im oben angegebenen Frequenzbereich
dazu beitragen könnte, einer altersbedingten Verringerung der Gehirndurchblutung
sowie damit verbundener kognitiver Defizite entgegenzuwirken oder diese
sogar - zumindest teilweise - rückgängig zu machen.
Gang der Untersuchung:
Die Probanden wurden einer audiovisuellen Stimulation auf der konstanten
Frequenz von 14 Hz (obere Grenze des Alpha-Bereichs) durch eine optisch-akustische
MindMachine unterzogen. Die Stimulationsfrequenz von 14 Hz wurde deshalb
gewählt, da bereits frühere Forschungsergebnisse eine hohe Korrelation
zwischen verbesserten, kognitiven Leistungen und einer vorherrschenden
Gehirnwellenaktivität bei 14 Hz aufzeigen.
Die Probanden saßen während der 15-minütigen Stimulationssitzung
sowie der 20-minütigen Poststimulationsphase bei geschlossenen Augen
in einem aufrechten Stuhl.
Vor Beginn der Stimulationssitzung wurde jeweils ein Ruhe-EEG bei geschlossenen
Augen aufgezeichnet. Die Veränderungen des EEGs wurden während
der Sitzungen und der Poststimulationsphase mitverfolgt und dokumentiert.
Die Probanden wurden unmittelbar nach den Stimulationssitzungen sowie nochmals
nach einigen Stunden hinsichtlich ihres geistigen Zustandes befragt.
Ergebnisse:
Die EEG-Messungen zeigen, daß die vorherrschende Alphafrequenz
bei den Probanden ca. 15-20 Minuten nach Beginn der Poststimulationsphase
deutlich in Richtung 14 Hz angestiegen war. Ebenso verhält es sich
mit dem Verhältnis hoher und niedriger Alphawellen, welches sich nach
ca. 15-20 Minuten Poststimulationsphase deutlich zugunsten der hohen Alphawellen
verändert hatte.
Beide Parameter (vorherrschende Alphafrequenz sowie Verhältnis
hoher zu niedriger Alphawellen) nehmen gemäß früherer Forschungsergebnisse
bei älteren Menschen in ihrem Wert ab - vor allem bei solchen, die
altersbedingte, kognitive Defizite aufweisen.
Die gemessenen EEG-Ergebnisse - insbesondere die zeitlich verzögerte
Resonanz der Gehirnwellentätigkeit auf die audiovisuelle Stimulation
- werden durch die verbalen Aussagen der Probanden bestätigt. Demgemäß
berichteten die Probanden unmittelbar nach der Stimulationsphase von einem
Zustand leichter Benommenheit, welchem eine 3 - 4-stündige Phase gesteigerter
geistiger Klarheit folgte.
Schlußfolgerungen:
Einen Beitrag zum wissenschaftlichen Hintergrund der audiovisuellen
Stimulation sowie zum besseren Verständnis der vorliegenden Studie
finden Sie an dieser Stelle:
Claudius A. Nagel: Faszination im Kino des Geistes
- Träumen mit Licht und Klang
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