von Ingo Kemper
Mit diesem Beitrag möchte ich auf eine Möglichkeit hinweisen, wie der Funktionsumfang eines AudioStrobe-Dekoders mittels eines Shareware-Programms - dem BrainWave-Generator - auf einfache Weise erweitert werden kann.
Der BrainWave-Generator ist in erster Linie ein Gehirnwellen-Stimulationsprogramm, welches sich auf jedem Standard-PC mit einer Soundkarte ausführen lässt. Grundsätzlich arbeitet es nach dem selben Prinzip wie eine gewöhnliche optisch-akustische MindMachine, jedoch wird die visuelle Stimulation über den PC-Bildschirm umgesetzt. Akustisch arbeitet das Programm vorwiegend mit sogenannten binauralen Tönen, welche auch ohne zusätzliche Unterstützung durch die visuelle Stimulation schon eine Frequenzfolgereaktion des Gehirns bewirken. Tontechnisch nennt man das “Schwebung”. Wenn man zwei Töne mit unterschiedlicher Frequenz erzeugt, stellt die Differenz beider Frequenzen die sogenannte hörbare Schwebungsfrequenz dar. Das Gehirn passt sich hinsichtlich seiner Gehirnwellenfrequenz dieser Schwebungsfrequenz an, wenn die beiden Töne separat auf den linken und rechten Kanal eines Stereo-Kopfhörers übertragen werden.
Der BrainWave-Generator beinhaltet - wie dies auch bei MindMachines üblich ist - einige Presets für die verschiedensten Anwendungsmöglichkeiten (Entspannung, Meditation, Kreativität, Kopfschmerzbehandlung, Schlafinduktion, usw.), man kann aber auch persönliche Presets erstellen, oder diverse User-Presets downloaden. Letzteres ist allerdings nur mit der registrierten Version des Programms möglich. Auch sind einige im Programm beinhaltete Presets ohne optische Reize recht brauchbar, wie z.B. das Preset "Learning Aid", welches man beim Lernen einfach über den Kopfhörer leise im Hintergrund laufen lässt, um die Lerneffektivität zu erhöhen - sehr zu empfehlen für Studenten.
Der Clou für Besitzer eines AudioStrobe-Dekoders: Der BrainWave-Generator
erzeugt auch AudioStrobe-Signale, die sich mit einem Verbindungskabel vom
PC auf einen AudioStrobe-Dekoder übertragen lassen, wodurch man diesen
noch gezielter einsetzen kann. Wenn man dann noch einen CD-Brenner besitzt,
kann man sogar diverse Presets auf CD brennen und sich seine persönlichen
AudioStrobe-CDs erstellen. Mit einer zusätzlichen Vertonungs-Software
ist es dann sogar möglich, die eigene Lieblingsmusik mit AudioStrobe-Signalen
zu untermalen und auf diese Weise eine AudioStrobe-CD mit der persönlichen
Lieblingsmusik zu erstellen.
Durch diese Möglichkeit erweitert sich der Funktionsumfang einer
vergleichsweise preisgünstigen MindMachine mit AudioStrobe-Dekoder
bis hin zur Erstellung komplexer audiovisueller Sitzungsprogramme und erreicht
damit die Leistungsfähigkeit eines teuren, voll programmierbaren Gerätes.
Wer sich einmal die Preise solcher Geräte angeschaut hat, ist sicherlich
schon blass geworden.
Ich kann aus eigener Erfahrung sagen, daß es auf diese Weise einen
Riesenspaß macht, seine Musikcollection in Verbindung mit einem
AudoStrobe-Interface zu hören. Bei bestimmten Presets nimmt man sie
viel besser wahr und da das Gerät auch normale Musik "mitblinken"
lässt, gibt es noch zusätzliche Effekte passend zum Rythmus des
jeweiligen Songs ab.
Es lohnt sich auf jeden Fall, die Software registrieren zu lassen.
Derzeit kostet sie 40 Dollar - damit kommt man aber in den Genuß
vieler Presets, die sich auf der Homepage des Entwicklers häufen.
Außerdem empfiehlt sich der kostenlose Download, um die Effekte einer
MindMachine einmal im voraus zu testen, bevor man eine solche Investition
wagt.
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